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Weitere InformationenWas ist die Craniosacrale Therapie – und wie kann sie bei Stress, Verspannungen und Schmerzen unterstützen? In diesem Video erkläre ich dir, was hinter der Craniosacralen Therapie steckt: was das craniosacrale System ist, wie es über Faszien, Nervenbahnen und Flüssigkeiten mit dem gesamten Körper vernetzt ist – und warum die Ursache von Beschwerden manchmal an einer ganz anderen Stelle im Körper liegt, als du vielleicht denkst.
00:00 Intro
00:54 Was ist die Craniosacrale Therapie?
01:27 Das Craniosacrale System erklärt
02:14 Der Körper als vernetztes System
05:26 Stress als Einflussfaktor
Du kennst das vielleicht: Du bist die ganze Zeit innerlich unruhig, angespannt, ängstlich – obwohl du vielleicht gar keinen konkreten Grund dafür benennen kannst. Vielleicht schläfst du auch schlecht und wachst morgens auf, ohne dich wirklich erholt zu fühlen. Oder die Anspannung zeigt sich ganz konkret körperlich: als Schulter-Nacken-Verspannungen, als Rückenschmerzen, als Tinnitus oder Zähneknirschen – Symptome, die einfach nicht weggehen, egal was du versuchst.
Dann könnte die Craniosacrale Therapie genau das Richtige für dich sein. Was die Craniosacrale Therapie genau ist und warum die Behandlung manchmal an einer ganz anderen Stelle wirkt, als du vielleicht erwartest – darum geht es in diesem Video.
Craniosacrale Therapie – der Name klingt erstmal sperrig, aber das Prinzip dahinter ist echt faszinierend. Also: Was ist die Craniosacrale Therapie?
Die Craniosacrale Therapie ist eine manuelle Behandlungsmethode, die aus der Osteopathie stammt. Der Name leitet sich ab von Cranium: das ist der Schädel – und Sacrum: das ist das Kreuzbein. Sie heißt deshalb so, weil sie einen starken Fokus auf das sogenannte craniosacrale System legt.
Das craniosacrale System reicht vom Schädel über die gesamte Wirbelsäule bis zum Kreuzbein – und umfasst außerdem die Häute, die das Gehirn und das Rückenmark umschließen, sowie die Flüssigkeit, die darin zirkuliert: den sogenannten Liquor. Dieser Liquor bewegt sich in einem eigenen, feinen Rhythmus – unabhängig von Herzschlag und Atem. Und genau das nennt man den craniosacralen Rhythmus.
Was macht die Craniosacrale Therapie nun konkret mit dem craniosacralen System? Durch sanfte manuelle Griffe hilft sie dabei, Blockaden in diesem System zu lösen und Spannungsmuster zu regulieren.
Jetzt sagst du vielleicht: Aber ich bin doch gestresst und hab Schulterschmerzen – was hat das denn bitte mit meiner Wirbelsäule oder meiner Hirnhaut zu tun?
Dazu zwei Dinge: Erstens: Die Craniosacrale Therapie legt zwar einen sehr starken Fokus auf das craniosacrale System, bezieht aber auch andere Körperbereiche in die konkrete Behandlung mit ein. Was aber der viel wichtigere Aspekt ist: Das craniosacrale System ist über Faszien, Nervenbahnen und Flüssigkeiten mit dem gesamten Körper vernetzt. Deshalb kann die Craniosacrale Therapie über die Arbeit am craniosacralen System den gesamten Körper beeinflussen – Muskeln, Faszien, Gelenke, aber auch vegetative Prozesse wie Atmung, Durchblutung und Hormonhaushalt.
Es ist eine recht überholte Vorstellung, dass man nur den Körperbereich behandeln sollte, wo das Problem liegt – also bei Knieschmerzen nur das Knie, bei Schulterschmerzen nur die Schulter, bei Kieferproblemen nur den Kiefer.
Der Kiefer ist ein gutes Beispiel. Lange Zeit hat man Kieferprobleme wie Zähneknirschen, Kieferverspannungen oder Kieferschmerzen vor allem lokal behandelt – direkt am Kiefer.
Dabei kann die Ursache auch ganz woanders im Körper liegen – zum Beispiel im Beckenbereich. Denn zwischen Kiefer, Hals und Becken gibt es eine Art Verbindungskette aus Muskeln und Faszien, die im Körper wie ein zusammenhängendes Netzwerk funktionieren, in dem sich Spannungen übertragen und verteilen können.
Zusätzlich besteht über die Dura mater – das ist die äußerste der drei Hirnhäute, die sich als durchgehende Hülle vom Schädel bis hinunter zum Kreuzbein erstreckt –eine direkte Verbindung zwischen Schädel und Becken. Auch über diesen Weg können sich Spannungen in beide Richtungen fortpflanzen.
Es ist also kein Wunder, dass Menschen mit Kieferproblemen häufig gleichzeitig auch unter Nackenverspannungen, Rückenschmerzen oder Beckenbeschwerden leiden – und umgekehrt.
Und wenn wir nun während einer Craniosacralen Behandlung im Bereich des Beckens arbeiten, am Kreuzbein, entlang der gesamten Wirbelsäule bis zum Schädel, dann können wir Spannungsmuster in diesem gesamten System regulieren und – zum Beispiel – auch Probleme im Kieferbereich lösen.
Das heißt also nochmal zusammengefasst: Die Craniosacrale Therapie sieht den Körper nicht als ein Produkt aus lauter Einzelteilen, sondern als Einheit, als in sich vernetztes, zusammenhängendes System – und sie arbeitet mit übergeordneten Spannungsmustern.
Und es gibt noch einen weiteren Faktor, den wir hier natürlich nicht vergessen dürfen: und das ist Stress. Denn chronischer Stress erhöht die Muskel- und Gewebespannung im gesamten Körper – also auch zum Beispiel im Kiefer- und Beckenbereich. Deshalb haben wir es bei vielen Beschwerden oft mit einem Zusammenspiel aus körperlichen Spannungsmustern und einem überaktivierten Nervensystem zu tun.
Wie die Craniosacrale Therapie hier wirkt – wie sie über sanfte, nicht-invasive Berührungen das Nervensystem beruhigen und den Körper aus dem Stressmodus in einen tiefen Entspannungszustand bringen kann – das erfährst du im nächsten Video.